Das Geräusch kann in der Intensität gleich bleibend sein, es können aber auch rhythmische oder pulsierende Geräusche auftreten. Es kann nur ein Ohr betroffen sein oder der Tinnitus tritt auf beiden Ohren auf.
Etwa 10-20% der Bevölkerung sind von Tinnitus dauerhaft betroffen, knapp 40% stellen zumindest einmal im Leben ein derartiges Geräusch fest. Etwa ein Drittel der älteren Menschen gibt an, ständig Ohrgeräusche zu haben. Der Beginn der Krankheit liegt zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen.
Die Ursachen des Tinnitus sind sehr unterschiedlich:
- Entzündung des Ohrs
- Mittelohrerkrankungen mit Störung der Schallübertragung
- Infektionen
- Lärmereignisse (z.B. Knalltrauma)
- Hörsturz
- Akustikneurinom
- Gefäßmißbildungen
- HWS-Erkrankungen
- usw.
Sehr häufig tritt Tinnitus aber ohne diagnostizierbare medizinische Ursachen auf. Etwa 40 – 50% der Tinnitusfälle ist auf psychische Belange und Stress zurückzuführen. Ist der Tinnitus bereits chronifiziert, so können psychologisch bedingte Folgeerscheinungen auftreten wie z.B.
- Schlafstörungen
- Angstzustände
- Depressionen
- Arbeitsunfähigkeit
Nach dem Zeitraum der Wahrnehmung eines Tinnitus werden in der Regel drei Phasen unterschieden:
- akuter Tinnitus (bis 3 Monate)
- subakuter Tinnitus (bis 6 Monate)
- chronischer Tinnitus (über 6 Monate)
Behandlungsmethoden:
Rein medizinische Behandlungsmethoden zeigten sich bislang als nur wenig erfolgreich. Psychologische Tinnitus-Bewältigungsprogramme basieren auf der Vermittlung, Einübung und Anwendung psychologisch, medizinischer und technischer Methoden. Einen akuten Tinnitus sollten Sie unbedingt von einem Facharzt diagnostisch abklären lassen. Eine entsprechende Behandlung kann dann ggf. von ihm eingeleitet werden.