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Dr. Hans-Jürgen Hartmann
Heinrichstraße 15
36037 Fulda
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  Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter  
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Im einzelnen unterscheidet man zwischen folgenden Störungsgruppen:

  • Hyperkinetische Störungen

    Hierunter versteht man eine Störung mit einer Kombination von überaktivem, wenig angepaßtem Verhalten mit deutlicher Unaufmerksamkeit und Mangel an Ausdauer bei bestimmten Aufgaben

  • Störung des Sozialverhaltens

    Die Betroffenen zeigen ein wiederholtes und andauerndes Muster von unsozialem, aggressivem und aufsässigem Verhalten.

  • kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen

    Dieses Störungsbild zeigt sich durch die Kombination von andauerndem aggressiven, unsozialem und aufsässigem Verhalten mit deutlichen Anzeichen von Depressionen, Angst oder anderen negativen Gefühlen.

  • emotionale Störungen des Kindesalters

    Trennungsängste, Ängste vor bestimmten Objekten und Situationen, Furcht vor sozialen Situationen, emotionale Störungen mit Geschwisterrivalität

    Störungen sozialer Funktionen

  • Mutismus

    Das Kind zeigt ein gestörtes Sprachverhalten, in dem es seine Sprachkompetenz in einigen Situationen zeigt und in anderen jedoch nicht. Diese Störung ist oft gekoppelt mit Sozialangst, Rückzug, erhöhter Empfindsamkeit und widerständigem Verhalten.

  • Bindungsstörungen

    Diese Störung tritt bei Kleinkindern und jungen Kindern auf und ist durch anhaltende Auffälligkeiten im Muster der sozialen Beziehungen des Kindes charakterisiert. Sie sind von einer emotionalen Störung begleitet. Häufig treten Furchtsamkeit und Übervorsichtigkeit auf sowie Aggressionen und Unglücklichsein.

  • Ticstörungen

    Ein Tic ist eine unwillkürliche, rasche, wiederholte, nicht-rhythmische motorische Bewegung (gewöhnlich bestimmter Muskelgruppen) oder eine Lautproduktion, die plötzlich einsetzt und keinem offensichtlichen Zweck dient. Häufig einfache Tics sind Blinzeln, Kopfwerfen, Schulterzucken und Grimassenschneiden. Übliche einfache vokale Tics sind Räuspern, Bellen, Schnüffeln und Zischen. Häufig komplexe Tics sind sich selbst schlagen, springen und hüpfen. Komplexe vokale Tics beinhalten die Wiederholung bestimmter Wörter, manchmal den Gebrauch sozial unangenehmer, oft obszöner Worte.

  • Enuresis

    Hierbei handelt es sich um eine Störung mit unwillkürlichem Urinabgang bei Tag oder bei Nacht, obwohl keine mangelnde Blasenkontrolle vorliegt.

  • Enkopresis

    Wiederholtes unwillkürliches oder willkürliches Absetzen von Kot an Stellen, die im sozio-kulturellen Milieu des Kindes nicht dafür vorgesehen sind.

  • Fütterstörung im frühen Kindesalter

    Es handelt sich um eine Störung im frühen Kindesalter. Allgemein umfaßt sie Nahrungsverweigerung und extrem wählerisches Eßverhalten. Begleitend kann wiederholtes Herauswürgen von Nahrung ohne Übelkeit vorhanden sein.

  • Pica

    Anhaltender Verzehr nicht eßbarer Substanzen. Die Störung tritt häufig bei intelligenzgeminderten Kindern auf.

  • Stereotype Bewegungsstörung

    Willkürliche, wiederholte, stereotype, nicht funktionale und oft rhythmische Bewegung

  • Stottern (Stammeln)

  • Poltern

    Eine hohe Sprechgeschwindigkeit mit falscher Sprechflüssigkeit, jedoch ohne Wiederholungen oder Zögern, von einem Schweregrad, der zu einer beeinträchtigenden Sprechverständlichkeit führt.

  • Andere Störungsformen wie Nägelkauen, Nasebohren, Daumenlutschen, exzessives Masturbieren und Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität
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